Frozenshoulder

Schreibt hier alles für den Bereich Schulterschmerzen, was in die anderen Foren nicht passt.

Moderator: sh-tom

Frozenshoulder

Beitragvon Kimbi » Donnerstag 22. August 2013, 09:19

Hallo allerseits,

mein Name ist Marianne und mich hat's leider erwischt.
Los ging es schon im vergangenen Jahr. Im Februar war ich dann das erste Mal beim Orthopäden.
Impingementsyndorm und leichte Kalkablagerung. Cortison gespritzt, leider keinerlei Wirkung.

Vor einigen Wochen war ich dann bei einem anderen Orthopäden.
Der hat Krankengymnastik verschrieben und noch mal Cortison gespritzt. Beides hatte keine Auswirkungen. Während der KG ist die Bewegungseinschränkung immer stärker geworden.

Also wieder zum Orthopäden. Diesmal war der Arzt in Urlaub und der Kollege aus der Gemeinschaftpraxis war anwesend. Der hat aufgrund des Verlaufes - KG sowie Cortison schlagen nicht an - eine Frozen Shoulder diagnostiziert. Inzwischen war ich zum MRT. Leicht Verengung unter dem Schulterdach mit leichter Flüssigkeitsansammlung. Beides aber so geringfügig, dass sie nicht die Ursache für meine diversen Probleme sind. Sehne, Gelenk usw. alles okay. Also Frozen Shoulder. OP nicht sinnvoll, muss ausgesessen werden.

Die Bewegungsfähigkeit ist bereits stark eingeschränkt. Kann den rechten Arm nicht mal auf 90° anheben. Nach links komm ich auch nicht mehr bis zum anderen Arm. Auf den Rücken schon gar nicht.
So langsam wird selbst das Hintern abwischen zum Problem.

Ich soll den Arm bis zur Schmerzgrenze nutzen, was ich die ganze Zeit gemacht habe. Leider geht es immer mal wieder drüber hinaus. Dann könnte ich so losheulen und das, obwohl ich dachte, ich wäre gar nicht soooo schmerzempfindlich.

Im Moment nehm ich abends eine Diclo 50, damit ich überhaupt schlafen kann.
Der Ruheschmerz geht bis runter in die Hand und lässt mich zur Ruhe kommen, weil ich einfach keine Lage finde, in der er erträglich wäre. Entsprechend gerädert bin ich dann tagsüber. Krieg ich nicht genug Schlaf bin ich unausstehlich. Darunter leide ich, die Familie und die Hunde. Außerdem könnte ich den ganzen Tag pennen.

Was noch auffällig ist und wovon ich bisher nirgendwo was lesen konnte, ist, dass es in meiner Schulter "knackt", wenn ich den Arm vor dem Körper nach außen bewege. Das ist die Sehne, die da irgendwie irgendwo drüber springt. Orthopäde sagt, dass wäre normal. Seine Schulter würde auch knacken.
Hm, ab und zu wäre ja okay. Aber bei bestimmten Bewegung knackt es jedes Mal.


Ach ja, die Schulterhilfe hatte ich mir, ich glaub im März, bestellt. Aber das Training damit hat überhaupt nichts gebracht. Damals war ich noch der Meinung ich hätte Impingement und war enttäuscht, dass die Bewegungsfähigkeit trotz Training immer weniger wurde.

Hat jemand noch Tipps für mich wie und ob ich überhaupt meine Gesamtsituation verbessern kann??
Zuletzt geändert von Kimbi am Donnerstag 24. Oktober 2013, 12:13, insgesamt 1-mal geändert.
Viele Grüße - Marianne
Kimbi
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Re: Frozen Shoulder

Beitragvon TTAndy » Samstag 31. August 2013, 22:31

Hi Kimbi,

habe selber einige Themen mit der Schulter - sehr viel ausprobiert. Was bei mir sehr gut geholfen hat waren die Schmerztherapie nach "Dorn & Breuss": unglaublich! Und Akupunktur war bei mir ebenfalls echt top. Schau doch einfach auf meine Posts hier unter ttandy.

Alles Gute & unbedingt Mut behalten!!!!!!

Viele Grüße

Andreas
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Re: Frozen Shoulder

Beitragvon Kimbi » Sonntag 1. September 2013, 07:50

Hallo Andreas,

hab dein Thema kurz überflogen. Das scheint aber was anderes als "Frozen Shoulder" zu sein.
Wegen der Dornmethode werd ich mich mal weiter informieren. Auf die Schnelle hab ich gesehen,
dass es hier ganz in der Nähe eine Therapeutin gibt. Mal schauen, vielleicht ruf ich da morgen mal an.
Allerdings fahren wir nächste Woche in Urlaub. Weiß nicht, ob sich das vorher noch lohnt.
Viele Grüße - Marianne
Kimbi
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Re: Frozen Shoulder

Beitragvon TTAndy » Sonntag 1. September 2013, 10:47

Hallo Kimbi,

die Methode habe ich in einem anderen Zusammenhang kennen gelernt. Gute Erfahrungen habe ich auch mit der Methode Liebscher Bracht gehabt. Da war es sogar so, dass ich während der Behandlung völlig schmerzfrei geworden bin. Anfangs dachte ich, wie soll das gelingen - aber es hat echt funktioniert! Würde ich auf jeden Fall noch vor dem Urlaub testen!!!!

Drücke die Daumen!

Andreas
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Re: Frozen Shoulder

Beitragvon Fly11 » Sonntag 1. September 2013, 21:24

Hallo Marianne und alle anderen "frozen shoulder" Geplagten,

vielleicht können wir uns hier gegenseitig ein paar Tipps geben, was uns geholfen hat uns was eher zu einer Verschlechterung geführt hat.

Bei mir fing es im April 2011 an mit diffusen Schulterschmerzen rechts, hab` ich anfangs nicht so ernst genommen und dachte: kommt von allein und geht auch wieder von allein. Im Oktober wurden die Schmerzen schlimmer und ich bekam vom Orthopäden KG verschrieben. Es tat inzwischen auch nachts weh und bestimmte Tätigkeiten (Eiskratzen, Schneeschieben, lange bügeln usw.) gingen nicht mehr, weil es ziemlich wehtat. Ungefähr im Februar merkte ich, dass ich die Hand bei der Arbeit (Krankenhaus) nicht mehr so gut in die Kitteltasche bekam und auch der Griff nach hinten an den Rücken wurde schwieriger. Da ich bis zu diesem Zeitpunkt noch nie etwas was von einer frozen shoulder gehört hatte, wußte ich überhaupt nicht was nun los war und berichtete meinem Krankengymnasten davon. Der machte dann ziemlich heftige Übungen mit mir ( im Liegen den Arm soweit wie möglich über den Kopf strecken - mit einem kleinen Gewicht in der Hand). Das machte ich auch zu Hause, denn ich wollte ja gerne, das meine Schulter so schnell wie möglich wieder beweglich wird.

Ein paar Tage später ging quasi gar nichts mehr! Heftigste Schmerzen im Arm und in der Schulter und vom Arzt kam nur die kurze Aussage: das ist ' ne Schultersteife und kann bis zu drei Jahren dauern. Das war's. Mein Krankengymnast empfahl mir einen anderen Arzt, der ein MRT veranlaßte. Diagnose: Impingement, Bursitis und ein Riss in einer Sehne, der aber so bleiben konnte. Die höllischen Schmerzen hielten an, die Nächte verbrachte ich zum größten Teil sitzend auf der Couch. Schließlich "bettelte" ich bei dem Orthopäden um einen zeitnahen OP-Termin. Da mir die angebotenen drei Wochen viel zu lange waren, überwies mich der Arzt an einen Kollegen - einen Schulterspezialisten. Es war schon alles fertig vorbereitet für die OP: Blutuntersuchung, Narkosegespräch usw, es fehlte nur die Aufklärung vom Operateur. Ziemlich schnell kam der dann zu der Diagnose: adhäsive capsulitis (frozen shoulder) und eröffnete mir, dass in diesem Fall und zum jetzigen Zeitpunkt eine Operation völlig kontraindiziert wäre. Die Schmerzen würden sich dadurch nur noch mehr verschlimmern. (Was für ein Glück ich hatte, dass der vorherige Arzt keinen zeitnahen OP-Termin für mich hatte)

Statt einer Operation wurde nun der ganze Arm mit einem Klettverband ruhiggestellt und ich wurde arbeitsunfähig geschrieben, dazu gab es Cortisontabletten für drei Wochen nach einem bestimmten Schema (mit 40mg beginnend und dann alle 5 Tage 5mg weniger). Die Krankengymnastik wurde komplett abgesetzt. Durch das Cortison wurden die Schmerzen zumindest erträglicher und ich konnte die Schmerzmittel (Diclo und Arcoxia) bald weglassen. Nach Absetzen des Cortisons nahmen die Schmerzen bald wieder zu und nach drei Wochen Pause gab´s wieder ein eine Cortisonkur. Den Verband trug ich dann nur noch bei Bedarf. Nach der langen Ruhigstellung war die Schulter logischerweise noch steifer und es ging erst mal mit rechts gar nichts mehr. Ich kann seitdem weder Auto noch Fahrrad fahren und kaum etwas in der Hand halten. Brötchen aufschneiden oder einen Apfel schneiden ist schon zuviel und rächt sich dann meistens schon in der nächsten Nacht mit heftigeren Schmerzen.

So geht es nun seit vielen Wochen und ich bin weiterhin auf der Suche nach Abhilfe. Vielleicht bekomme ich hier den ein oder anderen Geheimtipp!? Was ich selber als hilfreich empfunden habe, ist der Aufenthalt im Wasser - Meer oder auch Schwimmhalle sind zumindest sehr angenehm und entspannen auch die nichtbetroffenen Muskeln und Gelenke, die ja auch durch die ständige einseitige Belastung in Mitleidenschaft gezogen sind.

Außerdem möchte ich jedem raten nichts zu tun (oder vom Physiotherapeuten machen zu lassen), was schmerzt oder ein unangenehmes Gefühl in der betroffenen Schulter auslöst, es kann die Entzündung immer wieder neu "anfeuern" und deutlich verschlimmern.

Meine Fragen: hat jemand Erfahrung mit alternativen Methoden? Z.B. Blutegel, Osteopathie,Stoßwellentherapie oder sonst etwas anderes?

Ich wünsche allen Schmerzgeplagten gute Besserung und schmerzarme Nächte!

Liebe Grüße
von
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Re: Frozen Shoulder

Beitragvon Kimbi » Montag 2. September 2013, 08:04

Fly11 hat geschrieben:Ziemlich schnell kam der dann zu der Diagnose: adhäsive capsulitis (frozen shoulder) und eröffnete mir, dass in diesem Fall und zum jetzigen Zeitpunkt eine Operation völlig kontraindiziert wäre. Die Schmerzen würden sich dadurch nur noch mehr verschlimmern. (Was für ein Glück ich hatte, dass der vorherige Arzt keinen zeitnahen OP-Termin für mich hatte)


Genau das hat mein Orthopäde mit auch gesagt. Ich hab gleichzeitig ein leichtes Impingementsyndorm.
Die Verengung ließe sich unter Narkose zwar weiten, aber an der Dauer der Frozen Shoulder Geschichte würde das nichts ändern.

Schwimmen oder besser gesagt Wasseraufenthalt soll auch gut tun.
Wir fahren aber am kommenden Donnerstag in Urlaub. Danach werde ich mal schauen, ob es in unserem Kuhdorf irgendwelche Möglichkeiten gibt.

Nach längeren Tätigkeiten mit dem rechten Arm hab ich auch ziemliche Probleme.
Hab am Wochenende den Terrier getrimmt, was nur mit rechts geht.
Die Bewegungen selber sind (noch) möglich und auch nicht schmerzhaft.
Aber über zwei Stunden rumzupfen am Hund war dann wohl doch zu viel. Nachts war die Hölle angesagt.
Viele Grüße - Marianne
Kimbi
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Re: Frozen Shoulder

Beitragvon Kimbi » Mittwoch 16. Oktober 2013, 11:12

Hallo, da bin ich mal wieder.

Inzwischen ist unser Urlaub vorbei. Wir haben ihn eine Woche früher abgebrochen,
weil meine Schulter dermaßen Theater gemacht hat, dass nichts mehr wirklich angenehm war.

Bin derzeit krankgeschrieben. Bewegungsfähigkeit des Schultergelenks ist gleich 0.
Jede Haltung des Arms, die länger andauert, führt zu Schmerzen, die bis in die Hand und zum Teil sogar bis in den Gesichtsnerv gehen.

Besonders nachts ist es schlimm. Dadurch, dass der Arm dann länger in derselben Stellung liegt
oder sogar bis in den Schmerzbereich abrutscht, wache ich regelmäßig mit ziemlichen Schmerzen auf.
Dann kann ich es im Bett nicht mehr aushalten und stehe auf, bis die Schmerzen durch die Veränderung der Haltung etwas nachlassen. Das kann aber schon mal bis zu einer Stunde dauern. Danach schlaf ich dann wohl wieder ein, aber meistens wache dann nach zwei Stunden wieder mit Schmerzen wieder auf.

Der Orthopäde will Cortison ins Gelenk spritzen. Nach allem was ich bisher über Frozen Shoulder gelesen habe, bringt das nicht wirklich was. Deshalb kann ich mich dazu auch gar nicht durchringen.
Zumal die letzte Cortisonspritze, die aber nicht ins Gelenk ging, mir fast unerträglich Schmerzen eingebracht hat.

Autofahren ist ziemlich eingeschränkt. Das Wohnmobil hab ich gar nicht mehr gefahren.
Der PKW geht so gerade noch, weil die Schaltung nicht so weit weg ist.
Aber ich fahre nur kurze Strecken, also zum Einkaufen und zum Arzt. Längere Strecken traue ich mir derzeit nicht zu, weil die Schalterei mehr als anstrengend und auch schmerzhaft ist.
Viele Grüße - Marianne
Kimbi
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Re: Frozenshoulder

Beitragvon Fly11 » Sonntag 27. Oktober 2013, 07:28

Hallo Marianne,

habe eben gelesen, dass es bei Dir nun auch noch schlimmer geworden ist. Würde mich gerne weiter mit Dir austauschen, wenn Du magst, sende mir doch bitte per PN Deine E-mail Adresse, es ist hier so kompliziert. Hatte eben eine längere Nachricht an Dich verfasst, die dann aber im NICHTS verschwand.

LIebe Grüße
FLY11














f
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Re: Frozenshoulder

Beitragvon launebaer » Donnerstag 7. November 2013, 09:49

Hallo an alle frosties
auch wenn mich jetzt einige wieder steinigen

bei der frozen shoulder hilft nur
hin sitzen, nichts tun solange sie entzündet ist
und schmerzt, abwarten
linderung verschafft ein hallenbad durch das man hindurch schreiten
kann, entlastet die gelenke, fördert die lymphen und bringt luft bzw.
wasser unter die achsel
wer sich die schmerzen einigermaßen erträglicher machen möchte,
greift zu einem kontrollierten cortison schub.
übrigens wird cortison vom Körper selber produziert, nur halt leider nicht genug.
spritzen bringen leider nicht den gewünschten Erfolg, ausserdem macht der
Arzt einen Blindflug in die schulter, außer er macht gleichzeitig ein ultraschall mit.

ich habe jetzt die 2. frozen shoulder und die 1. phase neigt sich dem ende , nach einem dreiviertel jahr.

lasst den kopf nicht hängen, es geht vorbei
mit der ersten frozen komm ich schon wieder fast 70 grad hoch
ist doch was

lg launebär
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Re: Frozenshoulder

Beitragvon Kimbi » Montag 11. November 2013, 06:45

Bei mir scheint so langsam Phase 2 einzutreten. Phase 1 hat auch ungefähr ein dreiviertel Jahr gedauert.
Die Dauerschmerzen haben weitgehend nachgelassen. Nur nachts hab ich noch Probleme, weil ich zu lange in einer Stellung bleibe. Das ist allerdings tagsüber auch so. Ich kann alles immer nur kurz machen und muss dann die Haltung wieder wechseln.

Cortison habe ich nicht genommen. Gegen die Spritze habe ich mich gewehrt. Die wollte ich nicht.
Nachdem, was ich hier gelesen habe, hätte es noch viel schlimmer kommen können. An den meisten Tagen bin ich mit einer Schmerztablette nachts ausgekommen. Die nehme ich aber immer noch.

Was mir an mir selber auffällt, dass ich eigentlich ständig müde bin. Ich weiß nicht, ob die FS den Körper so schlaucht oder womit das zusammenhängt. Meine Schlaf/Bettzeiten liegen, mit Unterbrechungen bis die Medis wirken, zwischen 10 und 12 Stunden. Selbst dann muss ich mich zusammenreißen, dass ich nicht mittags schon wieder ins Bett gehen. :roll:

Die Bewegungseinschränkung hat sich bisher nicht verbessert. Bewegungen im Grenzbereich sind allerdings nicht mehr so schmerzhaft. Aber geht sie über den "Klebepunkt" hinaus, geh ich in die Knie.

Bin jetzt die 5.te Woche krankgeschrieben. In einer Woche muss ich wieder zum Doc. Ich geh aber davon aus, dass es verlängert wird. Arbeitsfähig kann man meinen derzeitigen Zustand nicht nennen.
Viele Grüße - Marianne
Kimbi
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Re: Frozenshoulder

Beitragvon nicknack » Montag 9. Dezember 2013, 11:43

Hallooo!

Wie geht es euch?
Meine FROZEN SHOULDER hat im Juli so richtig begonnen. Hatte immer versucht gegen die Einsteifung anzudehnen, aber ich denke, dass dies nicht sonderlich förderlich war.
Meine Schulter ist nun so richtig steif und ich mache Ausgleichsbewegungen über das Schulterblatt, was natürlich zu doofen Verspannungen im HWS und LWS Bereich führt. Abends such ich immer jemand, der ich etwas massiert. Die andere Seite schmerzt leider auch schon und ich hoffe, dass sich da nicht auch noch eine steife Schuler entwickelt. Die Muskulatur hat schon sehr abgenommen.
Kann leider nur auf dem Rücken liegen. Seitlich immer nur ganz kurz auf der gesünderen Seite.
Schmerzmittel nehme ich keine ein, weil ich sie nicht vertrage. Stattdessen nehme ich entzündungshemmende Sachen ein wie Kurkuma, Vitamin E und jede Menge Enzyme.
Wenn man schon so lange in dieser Phase steckt, glaubt man echt nicht, dass das irgendwann mal wieder gut wird. Bin sehr oft deprimiert... ](*,)
Wäre schön, wenn wir uns etwas austauschen könnten.

Viele Grüße
Nicknack
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Re: Frozenshoulder

Beitragvon Kimbi » Montag 9. Dezember 2013, 12:12

Hallo,

das mit dem Deprimiertsein kenne ich leider recht gut. Es nervt tierisch ständig in der Bewegung eingeschränkt zu sein.
Meine Schulter ist auch völlig steif. Bin zur Zeit krank geschrieben. Im Moment noch bis Anfang Januar. Wie es dann weitergeht weiß ich noch nicht.

Ich kann auf dem Rücken nicht gut liegen, weil der Druck auf das Schulterblatt Schmerzen auslöst. Das passiert auch, wenn ich im Sitzen mich anlehne. Im Sessel aber auch im Auto.
Auf der rechten Schulter kann ich auch nicht liegen. Links geht nur, wenn ich den Arm mit Nackenrollen unterpolstere, damit er nicht im oder am Gelenk hängt. In meinem Bett befinden sich drei Nackenrollen.
Seit Anfang November bin ich wohl in Phase 2. Die Schmerzen sind zwar nicht weg, aber weniger und erträglicher geworden. Ab und zu nehme ich noch mal Tabletten, aber eher selten. Leider hab ich häufiger starkes Verkrampfen im Schulter/Nackenbereich durch die steife Haltung des Arms.

Ein großes Problem ist für mich, dass ich keinen Nacht durchschlafen kann. Zwei Stunden, dann bin ich mindestens eine halbe Stunde wach und such einen bessere Stellung für den Arm. Komischerweise tut mir dann schon das Liegen des Arms, egal ob mit Ober- oder Unterarm auf der Nackenrolle weh. Mir ist noch nicht wirklich klar, womit das zusammenhängt. Es schmerzt dann auch nicht in der Schulter sondern eben an der "Auflagestelle".

Lange am Computer kann ich auch nicht sitzen. Längeres Bedienen der Maus oder der Tastatur führt zu heftigen Schmerzen. Ich muss den Arm dann immer wieder runternehmen, damit die Haltung sich verändert. Mehr als einen halbe Stunde Compitätigkeit ist derzeit nicht drin. Bin gespannt was der Arzt in Januar dazu sagt. Da ich einen Bürojob habe, der fast ausschließlich mit Computer verrichtet wird, weiß im Moment noch nicht, wie das gehen soll. Aber bis dahin sind ja noch ein paar Wochen.
Viele Grüße - Marianne
Kimbi
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Re: Frozenshoulder

Beitragvon nicknack » Montag 9. Dezember 2013, 13:38

Schön Marianne, dass du da bist! :D
Ich hab auch einen Bürojob und am PC ist es echt sehr schwierig und einen Hund habe ich auch... :lol:
Dem habe ich gestern auch die Haare geschnitten. Leider ging das nicht sehr gut, er sieht jetzt ziemlich zerrupft aus. Aber Gott sei dank ist er nicht so besonders eitel.... (Shih Tzu)...
Zur Zeit geht es mit dem Schlafen einigermaßen. Ich hatte mir zum Geburtstag eine weichere Matratze gekauft und einen elektrischen Lattenrost. Auf dem Rücken kann ich nämlich eigentlich gar nicht liegen wegen der LWS, aber mit dem Lattenrost kann ich nun einfach das Beinteil ein wenig nach oben stellen. So nach 4-5 Stunden wache ich dann auf, weil ich total steif bin und die Position wechseln muss. Ich schaffe es wirklich einzuschlafen und mich nicht mehr zu mucksen. Ich hoffe das bleibt so, weil der Schlaf so wichtig ist zum Erholen...
Was der Lilalaunebär geschrieben hat, das mit dem Schwimmbad ist gar nicht so einfach. Zum einen muss ich 30 km (mit einem Arm) fahren und dann ist es sehr schwierig in den Badeanzug rein und wieder raus zu kommen. Aber sobald es etwas besser ist, werde ich es auf jeden Fall versuchen.
Aber das was du geschrieben hast, Marianne, ist bei mir genauso. Ein Ödem in der vorderen Kapsel und natürlich dadurch leicht Enge unterm Schulterdach. Ansonsten alles unauffällig im MRT.
Ich weiss noch, dass meine Mutter mit Anfang 40 auch oft starke Probleme mit den Schultern hatte. Vielleicht ist es Veranlagung oder so. Ich tippe auf die Hormone.
Was auch blöd ist - jetzt kommt der Winter. Und das viele An- u. Ausziehen ist echt anstrengend. Gerade, wenn man mit dem Hund raus muss. Da hat man es im Sommer bei Stufe 1 schon leichter.
Ich bin mir nicht sicher, ob ich schon in Stufe 2 bin. Die Schmerzen sind nach dem Aufstehen oft so heftig, als würde jemand ein Messer in die Schulter rammen. Ich habe das Gefühl, dass sich Verklebungen der Nacht lösen.
Zum Physio gehe ich 2 x pro Woche, aber nur um die Muskeln etwas zu lockern. Krankengymnastik ist noch kontraproduktiv. Akkupunktur einmal die Woche. Zum Teil bezahle ich mir das alles selbst, da ich momentan kein Rezept mehr vom Doc bekomme. Bekomme schon gute Preise, weil ich so ein treuer Kunde/Patient bin... :lol:
Hoffe wirklich total, dass es uns irgendwann mal besser geht. Aber was man hier so liest, scheint es nur eine Frage der Zeit zu sein.
Wünsche dir einen schmerzgeringen Tag! :roll:
Nicole
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Re: Frozenshoulder

Beitragvon Kimbi » Montag 9. Dezember 2013, 14:45

Ich hab gsd. eine einigermaßen weiche Matratze. Inzwischen tut mir nämlich schon die linke Hüfte weh, weil ich ständig drauf liege.
Hast du mal ausprobiert, ob du auf der anderen Seite liegen kannst, wenn du den Arm mit Kissen unterpolsterst??

Die fehlende Ruhe nachts ist für mich auch ein großes Problem. Derzeit liege ich morgens häufig bin nach 9.00 Uhr im Bett, weil ich nachts immer wieder ohne Schlaf bin. Manchmal steht ich auch auf, wenn ich es im Bett so gar nicht mehr aushalten kann.

Wenn mit der Doc im Januar wieder arbeiten schicken sollte, ist mir noch nicht klar wie das gehen soll.
Zumal ich nur ungern Auto fahre. Derzeit nur kurze Strecken und auf gar keinen Fall, wenn es glatt ist.
Wenn ich wieder arbeiten müsste, muss ich gut 30 km eine Tour fahren. Das ist nicht zu unterschätzen,
wenn man, wie ich derzeit, mit der linken Hand schalten muss. Mit rechts komme ich nicht vernünftig an
den Schaltknüppel. Den Hebel nach oben zu drücken geht überhaupt nicht.
Viele Grüße - Marianne
Kimbi
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Re: Frozenshoulder

Beitragvon wiesel » Mittwoch 18. Dezember 2013, 20:10

Hallo an alle Mitleidenden,

nun muß ich mich mal zu Wort melden. Mit meiner zweiten frozenshoulder kann ich nun doch einiges berichten, was vielleicht auch anderen helfen kann.
Vor vier Jahren hatte ich massiv Probleme mit der Schulter links. Nach einer Odyssee durch die hiesigen Orthopädiepraxen mit Erst-Diagnose Kalkschulter und quälenden Schmerzen hab ich mich kurzerhand von meiner Hausärztin ins Krankenhaus einweisen lassen. Die OP brachte - endlich!-nahezu Schmerzfreiheit. Doch bis zur nahezu vollständigen Mobilisierung war es ein langer Weg mit Schulterschiene, Krankengymnastik, Narkosemobilisation, Medikamenten und auch Schmerzen. Aber es hat funktioniert. Nur das die Ursache keinen interessiert hat, bzw. für den Normalorthopäden nicht erkennbar war.

Seit Juli diesen Jahres ( Auslöser: Heckenschneiden) gings wieder los. Unvermittelt stechende Schmerzen (Messer im Gelenk) - diesmal rechts. Hausärztin: etwas Homöopathie, etwas Kühlen und Schonen. Keine Besserung.
Diesmal suchte ich mir einen ganzheitlich arbeitenden Orthopäden. Der erzählte mir nach kinesiologischem Austesten etwas von "gestörtem Fettstoffwechsel, falscher Ernährung und Verdacht auf einen Zahnherd."
Bei der Ernährung hab ich ihn erstmal nicht ernst genommen - ich dachte, ich lebe doch ganz gesund.
Nach langem Warten auf eine Spezial-3D-Kiefer-Röntgen-Aufnahme das Ergebnis: "unter zwei wurzelbehandelten Zähne lagen Entzündungen im Kiefer. Zähne raus."
Inzwischen hatte ich mit einer Saftkur angefangen und begann auch die weiteren Empfehlungen zur Ernährung zu berücksichtigen.
Das Ergebnis: die akute Entzündungsphase im Gelenk scheint vorbei zu sein. Ich fühle mich gut und fit wie lange nicht, habe auch einige kilos abgenommen (obwohl ich nicht übergewichtig war).
Der Arm ist eingesteift und ich muss immer noch aufpassen, wieviel ich damit mache. Ein Zuviel rächt sich mit Mehrschmerzen, jedoch passe ich meine Schmerzmittelration nach Bedarf an. Schlafen geht mal mehr mal weniger gut - insgesamt aber viel besser als in der Akutphase. Mit einer Wiedereingliederung in meine Arbeit habe ich begonnen.
Zeitweise gehts auch wieder schlechter, doch die Tendenz geht nach Besserung. Ich mache ernährungstechnisch weiter und hoffe auf endgültige Heilung.

Alles Gute auf Eurem Weg!
wiesel
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